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21.August 2000
Kurznachrichten
Starke Erdbeben erschütterten
Hokkaido und die Izu Inseln
Ein recht starkes Erdbeben mit einer Stärke von 5,8 auf der nach
oben offenen Richterskala erschütterte am frühen Sonntagmorgen
die nördlichste Insel Japans, Hokkaido, und den nördlichen Teil
der Hauptinsel Honshû. Es gab hierbei weder Meldungen von Verletzten,
noch mußte eine Tsunami- Warnung ausgesprochen werden.
Das Beben, welches um 2:26 Uhr began, war in den Städten Betsukai und
Nemuro auf Hokkaido am deutlichsten zu spüren. Das Epizentrum befandet
sich etwa 60 Kilometer unter dem Seegrund vor der Ostküste Hokkaidos.
Ein ähnlich starkes Beben mit einem Ausschlag von 5.0 auf der nach
oben offenen Richter-Skala erreichte am Sonntag nachmittag um 16:24 Uhr
die in den letzten Wochen stark durch Erdbeben und Vulkanausbrüche
geplagten Izu-Inseln. Das Epizentrum lag dicht vor der Insel Miyake, dessen
Vulkan vergangene Woche erneut ausgebrochen war. Auch die benachbarten Inseln
Shikine und Kozu wurden nicht weniger stark erschüttert. Es folgten
weitere ähnlich starke Beben. Wie bei dem Hokkaido Beben mußten
keine Verletzten oder größere Sachschäden beklagt werden.
Kopien von Designer- Taschen überfluten den japanischen Markt
Top-Designer-Marken sind populär in Japan, so erscheint
nur als natürlich, dass auch der Absatz von Fälschungen dieser
hochpreisigen Produkte in kriminellen Kreisen nicht minder populär
ist. Die Hersteller gehen davon aus, dass 80 % der Produkte auf dem japanischen
Markt mehr oder minder perfekt gemachte Fälschungen sind, die oftmals
mit ebenso gefälschten Echtheitszertifikaten und anderen Schriftstücken
ausgeliefert werden.
Eine der populärsten Marken sowohl auf Seiten der Konsumenten sowwie
der Fälscher sind Produkte des italienischen Modehauses Prada. Erste
Fälschungen dieser Markenprodukte tauchten vor etwa 4 Jahren auf
dem japanischen Markt auf. Besonders beliebt hierbei: Die bekannten Prada-
Taschen. Ein Sprecher der Union des Fabricants, eine französische
Organisation, die sich für den Erhalt von Urheberrechten von Designer-Labels
einsetzt, schätzt, dass zur Zeit 30% der in Japan erhältlichen
Prada- Taschen Kopien sind.
Auch wenn Konsumenten ein vermeintliches Schnäppchen gemacht haben
und unwissentlich irgendwo statt des Originals eine preisgünstigere
Kopie der Markentaschen erstanden haben, können sie dennoch relativ
sicher sein, ein italienisches Produkt ihr Eigen zu nennen. Ironischerweise
werden viele der gefälschten Leder- und Nylontaschen tatsächlich
in Mailändischen Fabriken gefertigt - nur eben nicht bei Prada selbst.
Behörden gehen aufgrund des hohen Organisationsgrades davon aus,
dass hinter den Fälschungen sowohl italienische Mafia-Syndikate,
als auch chinesische Verbrecherorganisationen stehen. Teilweise werden
die gefälschten Taschen von unwissenden japanischen Modehändlern
importiert und verkauft, denen in Mailand weißgemacht wurde, dass
es sich bei der Fälscherfabrik, die sie besichtigten, um eine Prada-
Fabrik handele.
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