
HONDA Inoshirô Von Karaoke bis Tsunami
KUROSAWA Akira
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KUROSAWA Akira
Der Sensei des japanischen Films
Von Andreas Fels
KUROSAWA Akira kann ohne weiteres als der im Westen bekannteste japanische Filmemacher genannt werden. In seiner Schaffenszeit von 1943 bis 1993 hat er mehr als 30 Filme als Regisseur realisiert. Einige seiner Filme sind für Preise nominiert und ausgezeichnet worden, wie "Rashômon", der 1951 auf den Filmfestspielen von Venedig den Goldenen Löwen erhielt, "Kagemusha", der 1980 die Goldene Palme von Cannes gewann und "Ran", für den er 1986 für den Oscar nominiert wurde. | | |  |  |  | Filmographie (Auswahl) Sugata sanshiro (1943) ... aka Judo Saga ... aka Judo Story ... aka Kurosawa's Judo Saga Rashômon (1950) ... aka Rashomon- Das Lustwäldchen Ikiru (1952) ... aka Doomed ... aka Leben (1952) Shichinin no samurai (1954) ... aka Die sieben Samurai Kumonosu jo (1957) ... aka Castle of the Spider's Web, The ... aka Throne of Blood ... aka Kurosawas Macbeth Yojinbo (1961) ... aka Bodyguard, The ... aka Yojimbo der Leib-wächter Akahige (1965) ... aka Rotbart Kagemusha (1980) ... aka Double, The ... aka Kagemusha, der Schatten Krieger Ran (1985) ... aka Chaos Yume (1990) ... aka Akira Kurosawa's Dreams ... aka Yume-Träume Madadayo (1993) ... aka Nicht Jetzt (Quelle: Internet Movie DataBase) |  | Am 23. März 1910 wird KUROSAWA in Omori (Tôkyô) als jüngstes von acht Kindern geboren und beschließt, nach dem Abschluß der Mittelschule Maler zu werden, was allerdings an der Ablehnung an der Kunstschule scheitert. 1936 landet er als Regie Assistent für YAMAMOTO Kajirô bei einer japanischen Filmproduktionsfirma und dreht 1943 seinen Debutfilm als Regiesseur: "Sugata Sanshiirô", einen unterhaltsamen Film über einen Jugendlichen, der Judo Experte werden will. Der erste Film, der ihm weltweite Anerkennung einbrachte, war "Rashômon", in dem es, zeitlich plaziert in der Heian-Zeit, erzählt aus verschiedenen Perspektiven, um die individuell unterschiedlichen, vieldeutigen und stark variierenden Interpretationen einer Mordszene geht.
Spätestens seit KUROSAWA mit "Rashômon" den Oscar gewonnen hatte, galt er als Regisseur mit internationalem Status. In den nächsten Jahren folgten "Ikiru", ein Portrait ein Portrait eines Mannes kurz vor dem Tod, der sein Leben nocheinal an sich vorüberziehen läßt (Gewinner des silbernen Bären der 1952er Internationalen Filmfestspiele von Berlin), "Shichinin no samurai" (Die sieben Samurai) und die Adaption von Shakespeares "Macbeth", "Kumonosu jo".
Eine Schaffenskrise gegen Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre führte ihn 1971 zu einem Selbstmordversuch, den er überlebte. Neue Kraft gewann er durch die russische Koproduktion "Dersu Uzala" im Jahr 1974.
In dieser Zeit lernt er auch HONDA Inoshirô kennen, ebenfalls Regisseur, wenn auch von einigen von westlichen Kritikern weniger hoch bewerteten Monsterfilmen, wie einiger Godzilla-Streifen. Die beiden verband eine langjährige Freundschaft und HONDA half KUROSAWA auch bei der Realisation von dessen Großprojekten "Ran" und "Yume".
"Kagemusha", ein anschauliches Bild der Feudal Zeit des 16.Jahrhunderts (Edo-Zeit), war 1980 sein nächster großer Erfolg und Wegbereiter für den monumentalen "Ran", dessen Massenschlachten in die Filmgeschichte eingegangen sind.
KUROSAWA galt als absoluter Perfektionist am Filmset, der erst mit seiner Arbeit zufrieden war, sobald sie vollkommen mit seinen Visionen übereinstimmten. Seine Filme waren im Westen populärer als in seienr Heimat, wo man seine Adaptionen westlicher Genre und Autoren kritisch betrachtete. Seine Filme inspirierten allerdings westliche Filmemacher zu einigen Remakes wie "Die glorreichen Sieben" (nach "Shichinin no samurai"), Sergio Leones "Für eine Handvoll Dollar" und Walter Hills "Last Man Standing" (nach "Yojinbo") und George Lucas "Krieg der Sterne" (nach "Kakushi toride no san akunin" (1958)).
Am 6. September 1998 starb KUROSAWA im Alter von 88 Jahren an einem Schlaganfall in Setagaya, Tôkyô. Auf der am 13. September in Yokohama abgehalteten Trauerfeier waren unzählige Personen der Filmindustrie und Fans anwesend, um ihren Respekt zu zollen.
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