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Godzilla der Urgigant (Gojira tai Biolante)
aka Godzilla vs. Biolante
Kritik: Andreas Fels
Dieser Godzilla-Film ist ein beeindruckender Beweis dafür, daß Godzilla-Filme nicht nur in der ersten Serie (1954-1975) richtig schön trashig sein konnten. Wenn auch tricktechnisch durchaus passabel, raubt dieser Film dem geneigten Zuschauer allein schon durch seinen Plot den Atem: Godzilla kämpft gegen eine mutierte Riesenrose (!), die sowohl Godzillas Genmaterial als auch die Seele der Tochter des Forschers SHIRIGAMI in sich trägt. Die Rose wird, um dieser Kreuzung von Godzillazelle, Tochterseele und Rosenblatt überhaupt einen Namen für den Filmtitel abzugewinnen, vom Wissenschaftler kurzerhand "Biolante" genannt. | | |  |  |  | Gojira tai Biolante, Japan 1989
R: OMORI Kazuki K: KATO Yudai M: SUGIYAMA Koichi D: MAKAMURA Kunihiko (Okouchi), TAKASHIMA Masanobu (Kuroki), SAWAGUCHI Yasuko (SHIRAGAMI Michiko) Erhältlich in synchronisierter Fassung.  |  | Doch von Anfang an: Godzilla wird von einem fliegenden U-Boot mit Laserstrahlen beschossen und so in einen Vulkan getrieben. Dort stirbt er zwar nicht, ist aber ersteinmal aus dem Weg. Wissenschaftler sammeln Genmaterial der Atom-Echse, welches er bei der Kollision mit einigen Hochhäusern zurückgelassen hat. In einem Labor forscht Dr. SHIRAGAMI an den Kulturen: Schließlich lassen sich aus Material eines derart unverwüstlichen Zeitgenossen wie Godzilla prima C-Waffen herstellen. Finden auch die Amerikaner, die in das Labor einbrechen, um es zu stehlen. Bei dem Einbruch und durch die von den Tätern hinterlassene Bombe stirbt unglücklicherweise SHIRAGAMIs Tochter. SHIRAGAMI legt seine Forschung in dem bestohlenen Institut nieder und nutzt Jahre später, als ihn Regierungs-Helfershelfer mit einer weiteren Godzilla-Genprobe überreden wollen, mit dieser an einem Gegenmittel für Godzilla zu arbeiten (dieses wird haarsträubend pseudo-wissenschaftlich erklärt), dieselbe um oben schon beschriebenes Experiment durchzuführen.
Keine Ahnung, was sich SHIRAGAMI von seinem Experiment versprochen hat, aber Biolante kann es nicht gewesen sein: Als sich das Riensengewächs in die nahegelegende Bucht windet, wachsen säurespeiende Köpfe aus ihm heraus. Ein teuflisches Geschöpf.
Inzwischen ist auch Godzilla durch die Bombe eines arabischen und nicht näher erklärten Terroristen aus dem Vulkan befreit worden und stromert, den Schreien Biolantes folgend, in die Bucht. Dort kommt es zu einem ersten Kampf zwischen den beiden Riesenmonstern. Auch wenn Godzilla in der ersten Runde stark ins Wanken gerät und zunächst in den Seilen hängt, geht der Kampf mit einem K.O. seitens Biolante aus.
Der restliche Film (der übrigens knapp 120 min. lang ist) zeigt Godzillas Marsch durch Wasser und über Land, im Kampf gegen das fliegende U-Boot und gegen Raketen, die mit einem radioaktivitätsfressenden Virus (!!!) bestückt sind. Und dabei ist er nur auf der Suche nach einem Atomkraftwerk, an dem er seinen Hunger nach Radioaktivem Material sättigen kann. Die Stadt seiner Wahl hierbei ist nicht Tôkyô, sondern diesmal Ôsaka.
Beim Showdown taucht überraschenderweise noch einmal Biolante, inzwischen stark mutiert und um einiges gruseliger, auf und versucht Godzilla den Garaus zu machen. Wieder sieglos. Als Biolante stirbt, formiert sich für die Zuschauer am Himmel noch aus Blütenstaub das Konterfei der verstorbenen Tochter SHIRAGAMIs. Das hält selbst den hartgesottensten Cineasten nicht regungslos auf dem Sofa!
Als Godzilla schlußendlich entmutigt den Rückzug ins Meer vorzieht, resümiert der Wissenschaftler SHIRAGAMI, daß zum einen Gentechnik Mummpitz sei und zum anderen "Das da sind keine Monster. Die wirklichen Monster sind die, die sie erschaffen haben." Dem kann ich mich nur anschließen.
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