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Japan als Nahrung Das 3. "Nippon Connection" Festival in Frankfurt/ Main Von Andreas Fels
Was macht ein Japanfan in Deutschland, um seinen Appetit auf Fakten und Geschichten aus Japan zu stillen? Er surft durch's Netz, labt sich an den gelegentlichen Japansendungen und Filmen im Fernsehen, kauft DVDs, Videos und Bücher. Und er versucht das vor Hunger knurrende Gehirn auf einem der viel zu seltenen Japanfestivals, wie dem jährlich in Frankfurt am Main stattfindenden "Nippon Connection", zu sättigen.
Vom 9.-13.April 2003 fand dieses - nunmehr bereits zum dritten Mal - auf dem Campus der Johann Wolfgang Goethe- Universität in Frankfurt statt. Das "Festivalzentrum" bildete dabei das recht charmante, aber auch sichtbar in die Jahre gekommene Studierendenhaus.
Dafür sorgte auch der stramme Filmplan, der in diesem Jahr über 50 Programmpunkte bot, darunter neuere Hitproduktionen wie "Dolls" von KITANO Takeshi, "Drive" von Sabu und ZEZE Takahisas "Dog Star". Die Festivalseröffnung, die mit KITANOs aktuellem Regiewerk gebührend gefeiert werden sollte, drohte allen organisatorischen Bemühungen des Nippon Connection-Teams zum trotz, gewaltig zu mißlingen: Die zu spät aus Japan abgeschickte "Dolls"-Kopie hatte Deutschland zwar noch rechtzeitig erreicht, lag zum Vorstellungstermin allerdings beim Zoll und nicht auf den dafür vorgesehenen Projektorspulen. Das Publikum musste mit dem zweiten wirklich großen Film im Festivalprogramm getröstet werden: MIYAZAKI Hayaos Oscar- Preisträger "Chihiros Reise ins Zauberland" in einer aufwendig gemachten deutschen Synchronfassung.
Bei diesem Zuwachs im Filmangebot waren für Wiederholungen und Retrospektiven weitere Spielstätten zwingend notwendig geworden, welche die Organisatoren im Filmtheater Valentin und im Deutschen Filmmuseum Frankfurt fanden. Bei allem Wachstum wurde das Festival nicht unübersichtlich und bot nach wie vor Gelegenheit, mit anderen Japaninteressierten und sogar einer Reihe von angereisten Filmemachern im Umfeld der meist ausverkauften Filmvorstellungen ins Gespräch zu kommen. Dazu wurden umfangreiche Kaufmöglichkeiten von Festivalshirts und Taschen, CDs, DVDs und japanischen Einrichtungsgegenständen bis hin zu Speis und Trank geboten. Bei der Verpflegung für das leibliche Wohl waren die Preise allerdings etwas zu authentisch japanisch ausgefallen: 3 Euro für ein 0,33er Asahi-Pils und 5 Euro für eine kleine Portion Sushi sind nicht mit jedem Geldbeutel kompatibel. JAPANLINK | aktuelles | medien & kultur | land & leute | geschichte & politik | special | über japanlink | © 1997-2010 by Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung auf Datenträger wie CD-ROM, DVD-ROM und anderen Internetseiten sowie Nachdruck dürfen nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung von APIX erfolgen. |