Von Oliver Franke, Sascha Röglin und Frank Richerzhagen
Es war ja abzusehen das Capcom nach "Resident Evil" und "Resident Evil 2" auch irgendwann einen dritten Teil nachschiebt. Zumal dies bei der japanischen Firma Capcom schon lange Tradition hat. Man bedenke nur die schier-nicht-enden-wollende "Street Fighter"- Serie, welche nach Version 1, 2, ALPHA, EX und wie sie alle heissen immer noch einen neunen Teil hinzubekommt.
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 | Biohazard 3 - Last Escape, Japan 1999
Testzeit: ca. 13 Stunden an einem trüben Samstag Spielergebnis: Hard Mode, 08:40 Stunden, 39 Saves, Ranking: F Bewertung: Grafik: 10 von 10 Sound: 9 von 10 Spielspass: 10 von 10 Gesamt: 10 von 10 |
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Sei'es drum: Die dem Test zugrunde liegende Version ist die US- Version, und zwar deshalb, weil die Tester leider nicht der japanischen Sprache mächtig sind und auf ein Rätzel raten beim zuhören und mitlesen verzichtet haben.
Abgesehen von dem Titel der US Version: "Resident Evil 3 Nemesis" welcher in der Japanischen Version: "Biohazard 3 - Last Escape" ist, sollte das Spiel inhaltlich gleich sein. Dies kann auch für die deutsche Version, die im Frühjahr 2000 erscheinen soll, angenommen werden, wenngleich man befürchten muß, daß diese vielleicht indiziert wird oder noch schlimmer "verdeutscht" [sprich: für unmündige Bundesbürger enschärft wird].
Das Spiel findet sich zeitlich zwischen dem ersten Resident Evil (RE) und dem zweiten Teil. Hauptakteur ist die nicht gerade üppig bekleidete Jill Valentine aus RE Teil 1. Nachdem Chris, Barry und Jill das Abenteuer des ersten Teil überstanden hatten, sahen sie sich einem Polizeiapparat gegenüber, der ihnen kein Wort glauben wollte, da die Beweise für alles ja bekanntlich am Ende des ersten Teil in die Luft geflogen sind.
Umbrella Inc., die Firma, welche sich für all den Wohlstand in Raccon City und all die gut gehenden Geschäfte verantwortlich zeichnet, war es, die dem Polizeichef klar machte, daß die Berichte von Chris Redfield und seinen Team-Kollegen nicht an die Öffentlichkeit gelangen durften.
Chris beschloß daraufhin, nach Europa zu gehen, um dort die Zentrale von Umbrella Inc. aufzusuchen und dem schädlichen Schaffen ein Ende zu bereiten. Jill ist es Leid und will den Dienst bei der Raccon City Police Sonder Einsatz Truppe S.T.A.R.S. aufgeben um Chris zu folgen, doch da ....
... stellt sich heraus, das gesamt Raccon City mitlerweile von G- und T-Virus infiziert sind und als Zombies druch die Gegend laufen.
Im wirklich wundervoll bedrückend gemachten Render-Vorspann wird dem Zuschauer klar, daß ein Kampf gegen die Herrscharen von Untoten eigentlich zwecklos ist und man nur noch fliehen kann.
Doch das will gelernt sein, wer den ersten und zweiten Teil von RE gespielt hat, wird sich mit der Steuerung sehr schnell vertrautmachen. Neu ist die Möglichkeit, Angreifern auszuweichen, dies schein zwar mehr zufällig als gewollt zu funktionieren, ist aber machmal sehr effektiv und gerade bei den Gegenern: Cerberus und Hunter ungemein nützlich.
Neu ist auch das Zielen auf Öl-Fässer und Fire-Boxes welche bei Beschuß lautstark explodieren und gleich mehrere Gegner ausschalten. Ferner hat man die Möglickeit, eine 180° Grad Drehung zu vollführen, was machmal lebensverlängernd sein kann.
Im Hinblick auf die Waffenvielfalt kann man sich beim dritten Teil nicht beschweren es gibt derer genug. Und was die Munition betrifft, so darf man diese sogar selber mischen. Ein Munitioniergerät gehört zum Standard des Inventars.
War man beim zweiten Teil manchmal von bis zu 7 Gegnern umringt (welche nahezu alle gleich aussahen), so wird man diesmal von bis zu zehn (oder waren es mehr) Gegnern mit verschiedenem Outfit und unterschiedlicher Geschwindigkeit belästigt.
Schön ist auch, daß ca. 70 % der Gegenstände zufällig verteilt werden, und man so einen Spielstand mehrmals lädt und immer andere Gegenstände am gleichen Platz vorfindet.
Im Verlauf des Spiels begegnet man einem Hühnen, welcher offensichtlich S.T.A.R.S. Mitglieder zum Frühstück ißt. Dieser freundliche Kompanion taucht immer dann auf, wenn man ihn nicht braucht - nämlich dann, wenn man zum letzten Mal vor 15 Minuten gespeichert hat. Hat man ihn dann bewältigt, ist man froh einen Speicherpunkt zu finden. Sehr nervenaufreibend der Kerl - aber eines der Spannungselemente des Spiels. Und nicht zuletzt der Namensgeber des Spieles, nämlich: "Nemesis".
Gegen ihn zu kämpfen ist übrigens sehr lohnenswert, sollte aber anhand von Munitionsvorrat und Gesundhaeitszustand abgewägt werden.
Eine weitere Neuerung sind 10 im Spiel verteilte Entscheidungspunkte, an welchen der Spieler zwei Möglichkeiten zur Entscheidung bekommt. In diesem Moment stoppt das Spiel, der Bildschirm färbt sich negativ und die Möglichkeiten werden vorgestellt. Im nächsten Moment wird das Spiel wieder gestartet und normal eingefärbt. Dann hat man ungefähr 3 Sekunden Zeit sich zwischen den beiden Möglichkeiten zu entscheiden. Wählt man nicht schnell genug (Zeit läuft ab), so wählt der Computer für den Spieler automatisch eine Möglichkeit aus. Diese Entscheidungen ändern den Spielablauf dermaßen, daß man manchmal glaubt ein anderes Spiel vor sich zu haben, wenn man beide Wahlmöglichkeiten austestet.
Vom Langzeitfaktor ist gerade diese Interaktion sehr interessant. Wenn man alle ausprobiert, ist man lange beschäftigt. Natürlich erhält man auch in diesem Resident Evil Belohnungen für das Lösen des Spiels. Aber, diese sollte man lieber selber erspielen. Nur soviel: Die Spieluhr läuft auch diesmal im PAUSEMODUS weiter. Bonuswaffen kann man kaufen. Ferner gibt es wieder nette Zusatzkostüme für Jill (!). Und natürlich verschiedene Endsequenzen.
Schade, daß die Zombies nicht mehr so nett stöhnen wie im zweiten Teil, wo uns der Sound etwas besser gefiel. Trotzdem gebe ich RE 3 Nemesis gesamt eine volle 10 von 10 Punkten.
Für Anhänger von Aktion/Rätzel-Spielen mit Zombie-Effekten ist es ein absoluter Mußkauf!!!!! Zumal es grafisch besser als der erste und zweite Teil von RE ist und mehr Möglichkeiten in der Interaktion bietet. Die Rätzel sind auf dem Niveau von RE 2, also einfacher als bei RE, doch trotzdem nicht alle so einfach, daß man sofort darauf kommt.
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