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Ein Königreich in der Tasche N-Gage ruft mit „Pocket Kingdom“ zur ausgedehnten Multiplayer-Online- Schlacht Von Andreas Fels
Im Königreich Ulgress ist nichts mehr, wie es war: Der lang gehegte Frieden wird von einmarschierenden Truppen empfindlich gestört. Die Auswahl an möglichen Handlungsalternativen ist sehr übersichtlich: Entweder abwarten und um Land und Leben bringen lassen oder das Minimum an Ausrüstung und Beratern nutzen, um eine eigene Armee aufzubauen und den Angreifern entgegenzustellen.
Die Wahl des Spielers dürfte unschwer zu erraten sein: In „Pocket Kingdom: Own the World“ geht es um das Sammeln von Rohstoffen, Aufbauen der Streitmacht und eben um strategisch motivierte Feldzüge gegen feindlich gesonnene Aggressoren. Der besondere Reiz an diesem Spiel, das von der altehrwürdigen japanischen Spieleschmiede für die mobile Spielkonsolen-Telefonkombi N-Gage entwickelt wurde, liegt darin, dass die Gegner in der Schlacht um Ländereien und Besitz nicht aus Bits und Bytes bestehen, sondern aus Fleisch und Blut an einem anderen N-Gage irgendwo in der Welt sitzen. „Pocket Kingom“ ist das erste Massive Multiplayer Online-Spiel (MMO) für Mobilgeräte und macht den Spielstrategen unabhängig von PC und heimischer Spielkonsole. Wie bei Games dieses Genre üblich, kann der Spieler aus einer von über 100 Fantasy-Armeen auswählen, darunter Elfen, Golems und Menschen. Neben dem führen schwerer Schlachten gilt es Rohstoffe zu sammeln und daraus neue Waffen und Rüstungen zu produzieren. Überschüssige Rohstoffe können über das N-Gage-Arena-Portal, über welches sich die Herrscher der Taschenkönigreiche zum gemeinschaftlichen Spiel anmelden müssen, an andere Spieler gegen Spielwährung veräußert werden. Wer Angst hat, direkt bei seinem ersten MMO-Spiel Katapultfutter für gewiefte „Pocket Kingdom“-Profis werden, kann zunächst im Einzelspielermodus gegen Roboter den großen Angriff proben. Natürlich spricht auch nichts dagegen, sich mit anderen Spielern zu verbünden und gemeinsam gegen einen übermächtig erscheinenden Feind in den Kampf zu ziehen.
Die Grafik ist farbenfroh und stellt die Charaktere deutlich voneinander unterscheidbar dar. Die fröhlich dudelnde Musik hingegen mag am Anfang noch ein Lächeln erzeugen. Nach einige Stunden in der Schlacht werden sich die Mundwinkel allerdings mit Sicherheit in die entgegen gesetzte Richtung bewegen. Gut, dass die Musik ausgeschaltet werden kann. Ein besonderer Reiz besteht in dem Echtzeit-Strategiespiel übrigens in dem verantwortungsvollen Umgang mit Leben und Tod: Erleidet der Spieler in einer Schlacht eine Schlappe, kann er sich mit etwas Glück als verwundeter Krieger aus dem Scharmützel zurückziehen. Wenn Fortuna nicht zugegen ist, kann es den Unterlegenen auch aus dem Leben reißen. Und das bedeutet auf das Spiel übertragen, dass alle gesammelten Schätze, Stärken und Ländereien den Besitzer wechseln. Da schmerzt das „Game Over“ dann gleich um so mehr. JAPANLINK | aktuelles | medien & kultur | land & leute | geschichte & politik | special | über japanlink | © 1997-2009 by Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung auf Datenträger wie CD-ROM, DVD-ROM und anderen Internetseiten sowie Nachdruck dürfen nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung von APIX erfolgen. |