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Medienverhalten der Japaner

Von Andreas Fels

Wie jeder, der einmal in Japan war oder auf andere Art mit diesem Land in Kontakt gekommen ist, sicher weiß, ist die japanische Gesellschaft eine sehr Medienorientierte. So gibt es mehrere überregionale Tageszeitungen, von denen 5 eine Millionenauflage haben. Hiervon haben die "Yomiuri Shinbun" mit einer 14,2 Mio. und die "Asahi Shinbun" mit 12,8 Mio. Exemplaren die höchsten Auflagen.
In dem Land mit dem höchsten Medienkonsum weltweit gehört neben den Tageszeitungen auch der Konsum von Fernsehen, Büchern zum aktuellen Tagesgeschehen, Wochen-und Monatszeitschriften und Comics (manga) zum täglich Brot.

Alle Printmedien treten in einer unglaublichen Auswahl und Spezialisierung auf den Markt: Für jeden Geschmack ist etwas dabei: Auch wenn Zeitschriften speziell für Männer, Frauen, Mädchen, Jungen, Fußball o.ä. auch bei uns keine Besonderheit sind, geht die Spezialisierung der Zeitschriftentitel in Japan oftmals noch weiter.

Diese Spezialisierung läßt sich auch bei den hunderten verschiedenen manga-Serien feststellen, die Comicgeschichten für jeden erdenklichen Geschmack anbieten ( Vgl. Lady's Comic, Mädchencomics und Ero-Manga ). Diese manga werden, im Gegensatz zum Altersdurchschnitt der deutschen Comicleser, von Jung und Alt gleichermaßen verschlungen.
Die Hefte dienen hierbei der Kurzweil und die haufenweise in den U-Bahnen zurückgelassenen Wochenheftchen zeugen von dem Ort, an dem sie bevorzugt gelesen werden.

Obwohl sehr viele Japaner eine email-Adresse besitzen, so ist ihre Internet-Begeisterung noch etwas verhalten. Man darf allerdings davon ausgehen, daß sich dies im Zuge der weltweiten "Internetionierung" in jüngerer Zukunft, wie auch in Deutschland, ändern wird.

Anzumerken bliebe lediglich, daß "Zeitschriftenlesen, Fernsehen und sogar Videospiele (Japan ist führend in der Herstellung von Videospielen, vor allen Dingen im Markt der Konsolen-Geräte) "in Japan nicht als niveaulose Zeitverschwendung angesehen werden, sondern als beinahe meditative Entspannung und Entlastung, und manchmal auch als unterhaltsames Lernen

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