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02_final fantasy: die mächte in dir

Teil 1: Digital real - Künstliche Wirklichkeit in den Kinos
 


TEXT von Andreas Fels


CGI - computer-generated imagery - ist in Spielfilmen ganz gewiss nichts Neues mehr. Während erste längere digital entstandene Sequenzen in Filmen wie "The Abyss" (1989), "Terminator 2: Judgment Day" (1991) und "Jurassic Park" (1993) noch für reihenweise offenstehende Münder sorgten, lassen sich heutzutage Effekte dieser Qualität in Werbespots und schnell produzierten "TV-Movies" der Privatsender finden. Computereffekte sind in Filmen so alltäglich geworden, wie das Klischee des mit unausweichlicher Sicherheit explodierenden Unfallautos in amerikanischen Filmen. Weniger alltäglich sind bislang allerdings vollständig am Computer erstellte Filme, wie im Sommer 2001 der Überraschungshit der Produktionsfirma Dreamworks, "Shrek", und der lang erwartete erste "Final Fantasy"- Film, "Die Mächte in Dir".
   



Die "Blue Sumarine No.6" als 3D- Drahtgittermodell und im Einsatz.
Bild: © Ozawa Satoru/Bandai Visual

Aber selbst das ist - zumindest in Japan - ein alter Hut. Hier lief bereits 1998 die 4-teilige Anime-Serie "Blue Submarine No.6" (Ao no roku gô), bei der Regisseur MAEDA Mahiro basierend auf einer Manga- Serie aus den sechziger Jahren den Held Hayami und seine Mitstreiter mit Hilfe des U-Bootes "Blue" gegen den größenwahnsinnigen und (natürlich, auch in japanischen Filmen dürfen solche Klischees nicht fehlen) verrückten Professor Zorndyke kämpfen ließ. Dabei waren lediglich für die Entwürfe der Figuren Zeichnungen auf reales Papier gemacht worden. Die Animation der selben sowie die komplette Szenerie und alle Objekte einschließlich der "Blue" entstanden am Computer.
Das Ergebnis waren zwar beeindruckend fotorealistische Unterwasserschlachten, doch wollten diese nicht recht zu den gezeichnet-wirkenden Charakteren passen.

Dieses Problem wird von den neueren Vertreter der Gattung "Computeranimierter Film" geschickt gelöst: Durch optische Angleichung von Hinter- und Vordergrund. Wie schon in den volldigitalen Filmen "Toy Story" (1995) und seiner Fortsetzung "Toy Story 2" (1999) werden die Figuren und Hintergründe in ihrer Künstlichkeit vereint (in "Shrek" ist nahezu alles schreiend bunt und die menschlichen Schergen des bösen karikaturesken Lord Farquaad bewegen sich wie Figuren der "Augsburger Puppenkiste").




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