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Chokobo: Reittier und Helfer.
Bild: © Squaresoft |
Ein weiteres Erkennungszeichen ist das Design,
dass der Marke FF anhängt. Die Kreativen des Hauses Square lieben offensichtlich
Luftschiffe und zwar in allen Variationen. Meist kreieren sie diese
mit riesigen Flügeln, so dass sie beinahe wie Hubschrauber anmuten.
Nur drehen sich diese Flügel meist so langsam, dass die Dinger eigentlich
nur als Fliegenklatsche, aber nicht zum Auftrieb nütze sind. Aber auch
Gebäude haben immer einen altmodischen Touch, obwohl sie modern wirken.
Es ist schwer zu beschreiben, aber wenn man darauf achtet und die verschiedenen
Teile der Serie miteinander vergleicht wird es einem schon klar. Dieser
"Look" wirkt wie aus dem Film "Die Zeitmaschine" - modern gemacht aber
mit altertümlicher Technik. Meist mit Kupferrohren, alten Dampfmeßgeräten
und dergleichen. Die Liebe zum Detail wird auch in den meist opulenten
Städten und deren Design überdeutlich.
Die Spiele selbst steuern sich nach kurzer Eingewöhnung recht
leicht. Und das man mindestens 40 Stunden Spielzeit für einen Teil braucht,
sollte man sich vorher unbedingt klarmachen. In der Regel hat man nach
einiger Zeit eine bis zu 8 Leute umfassende "Party" zusammen, aus der
man entweder selber wählen kann oder durch gewisse Ereignisse des Spiels
bestimmte Mitglieder dieser Gruppe vorbestimmt bekommt. In FF V und
VI kann man auf bis zu 4 Mitglieder im direkten (Kampfmenue) Zugriff
haben, in den Teilen FF VII, FF VIII und FF IX sind es immerhin 3 Mitglieder
der gesamten Spielfiguren-Gruppe, die man "mitnehmen" kann.
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Screenshot aus Final Fantasy IX.
Bild: © Squaresoft |
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Weiteres Merkmal für die Qualität der Serie sind die fantasischen
Soundtrack- Kompositionen von UEMATSU Nobuo. Besonders dramatische Ereignisse,
wie der Tod von Aeris in FF VII, werden dadurch wirkungsvoll untermalt
und dem Spieler noch eindringlicher vor Augen geführt. Man ertappt sich
hin und wieder dabei, dass einem manche Spielereignisse wirklich nahe
gehen und man gegebenenfalls sogar die eine oder andere Träne vergießt.
Die Philosophie, die hinter der Serie steht (sofern man das
so sagen kann), ist eher eine typisch japanische: Wie auch in diversen
Japano-Comics (Mangas und Animes), wird immer versucht eine "Lehre"
oder eine "Moral" zu transportieren. So steht der siebte Teil von FF
zum Beispiel unter dem Aspekt des Einklangs mit der Umwelt und dem Planeten.
Die "böse" Shinra Corp. beutet den Planeten aus, indem sie
Reaktoren baut die "Mako"-Energie verbrauchen, diese wird direkt aus
dem Planeten gewonnen und schwächt diesen (Vgl. Gaia im FF-Film).
Im Verlauf des Abenteuers wird das immer klarer und der Kampf gegen
die Ausbeutung beginnt. Auch entwickelt der Hauptcharakter "Cloud" sich
von einem eher nichts sagendem (sprichwörtlich) und desinteressiertem
Typen zu einem sehr zweispältigem in sich sehr stark gezeichnetem Helden.
Man kann sich anfangs überhaupt nicht mit Ihm identifizieren - ja manchmal
ärgert man sich sogar über seine Gleichgültigkeit - aber später gewinnt
man eher Mitleid mit Ihm und möchte (ähnlich wie er selbst) der Ausbeutung
gegenüber treten und etwas bewegen. Die Teile haben zwar wie andere
Abenteuer in der Regel eine Gut-und-Böse Verteilung, aber hier wird
diese wirklich in eine Story verpackt und mit Bonbons serviert. Man
erkennt auch nur selten auf Anhieb, wer die echten Bösen sind und wer
tatsächlich Gut ist. Oftmals sind die Grenzen auch fließend - eben wie
im richtigen Leben.