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02_final fantasy: die mächte in dir

Teil 5: Die Macht der Spiele
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Chokobo: Reittier und Helfer.
Bild: © Squaresoft

Ein weiteres Erkennungszeichen ist das Design, dass der Marke FF anhängt. Die Kreativen des Hauses Square lieben offensichtlich Luftschiffe und zwar in allen Variationen. Meist kreieren sie diese mit riesigen Flügeln, so dass sie beinahe wie Hubschrauber anmuten. Nur drehen sich diese Flügel meist so langsam, dass die Dinger eigentlich nur als Fliegenklatsche, aber nicht zum Auftrieb nütze sind. Aber auch Gebäude haben immer einen altmodischen Touch, obwohl sie modern wirken. Es ist schwer zu beschreiben, aber wenn man darauf achtet und die verschiedenen Teile der Serie miteinander vergleicht wird es einem schon klar. Dieser "Look" wirkt wie aus dem Film "Die Zeitmaschine" - modern gemacht aber mit altertümlicher Technik. Meist mit Kupferrohren, alten Dampfmeßgeräten und dergleichen. Die Liebe zum Detail wird auch in den meist opulenten Städten und deren Design überdeutlich.

Die Spiele selbst steuern sich nach kurzer Eingewöhnung recht leicht. Und das man mindestens 40 Stunden Spielzeit für einen Teil braucht, sollte man sich vorher unbedingt klarmachen. In der Regel hat man nach einiger Zeit eine bis zu 8 Leute umfassende "Party" zusammen, aus der man entweder selber wählen kann oder durch gewisse Ereignisse des Spiels bestimmte Mitglieder dieser Gruppe vorbestimmt bekommt. In FF V und VI kann man auf bis zu 4 Mitglieder im direkten (Kampfmenue) Zugriff haben, in den Teilen FF VII, FF VIII und FF IX sind es immerhin 3 Mitglieder der gesamten Spielfiguren-Gruppe, die man "mitnehmen" kann.
   

Screenshot aus Final Fantasy IX.
Bild: © Squaresoft

Weiteres Merkmal für die Qualität der Serie sind die fantasischen Soundtrack- Kompositionen von UEMATSU Nobuo. Besonders dramatische Ereignisse, wie der Tod von Aeris in FF VII, werden dadurch wirkungsvoll untermalt und dem Spieler noch eindringlicher vor Augen geführt. Man ertappt sich hin und wieder dabei, dass einem manche Spielereignisse wirklich nahe gehen und man gegebenenfalls sogar die eine oder andere Träne vergießt.

Die Philosophie, die hinter der Serie steht (sofern man das so sagen kann), ist eher eine typisch japanische: Wie auch in diversen Japano-Comics (Mangas und Animes), wird immer versucht eine "Lehre" oder eine "Moral" zu transportieren. So steht der siebte Teil von FF zum Beispiel unter dem Aspekt des Einklangs mit der Umwelt und dem Planeten. Die "böse" Shinra Corp. beutet den Planeten aus, indem sie Reaktoren baut die "Mako"-Energie verbrauchen, diese wird direkt aus dem Planeten gewonnen und schwächt diesen (Vgl. Gaia im FF-Film). Im Verlauf des Abenteuers wird das immer klarer und der Kampf gegen die Ausbeutung beginnt. Auch entwickelt der Hauptcharakter "Cloud" sich von einem eher nichts sagendem (sprichwörtlich) und desinteressiertem Typen zu einem sehr zweispältigem in sich sehr stark gezeichnetem Helden. Man kann sich anfangs überhaupt nicht mit Ihm identifizieren - ja manchmal ärgert man sich sogar über seine Gleichgültigkeit - aber später gewinnt man eher Mitleid mit Ihm und möchte (ähnlich wie er selbst) der Ausbeutung gegenüber treten und etwas bewegen. Die Teile haben zwar wie andere Abenteuer in der Regel eine Gut-und-Böse Verteilung, aber hier wird diese wirklich in eine Story verpackt und mit Bonbons serviert. Man erkennt auch nur selten auf Anhieb, wer die echten Bösen sind und wer tatsächlich Gut ist. Oftmals sind die Grenzen auch fließend - eben wie im richtigen Leben.




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