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03_yukikos tagebuch

tag 8: japanboom in deutschland
 


TEXT von UCHIDA Yukiko


Heute Morgen, während ich auf einem Zug gewartet habe, habe ich einen Mann gesehen, der einen Manga gelesen hat. Weil ich sehr neugierig war, was für einen Manga er las, habe ich näher hingesehen. "Dragonball" war es. "Dragonball" war in meiner Schulzeit der meist gelesene Manga meiner Generation. Ich habe in dieser Zeit viele Manga gelesen. Auch TORIYAMA Akiras Reihe "Dr. Slump" habe ich sehr geliebt. Ich war damals 6 oder 7 Jahre alt. Wir Japaner wachsen mit Manga auf, kann man sagen.

Und wir leben immer noch mit Manga… Was ich zur Zeit gerne lese ist eine Samurai Geschichte mit dem Namen "Vagabondo" von INOUE Takehiko. INOUE war auch für "Slamdank" verantwortlich, den ich auch super finde. In "Vagabondo" geht es um einen unbesiegbaren Samurai namens MIYAMOTO Musashi. Ich habe gehört, dass es auch in Europa "Slamdank" zu kaufen gibt. Ich bin ganz sicher, dass "Vagabondo" auch in Europa ein großer Hit wird.
Als ich den Mann mit "Dragonball" in der Hand auf der Bahnsteig sah, fand ich es auch sehr interessant, dass das Manga- Heft auch von der rechten zur linken Seite gelesen wird, so wie in Japan. Früher, als Manga in Europa noch nicht so berühmt war wie heute, waren alle meine Deutschen Bekannten überrascht, dass man in Japan von rechts nach links liest. Ich finde die Vorstellung auch sehr interessant, einen Manga auf Deutsch zu lesen.

Was mir hier auch überall auffällt, sind Kleidungsstücke mit japanischer Schrift. Manchmal sind die Schriften in Spiegelschrift oder oben und unten seitenverkehrt oder mit Tippfehler geschrieben. Trotzdem eine nette Sache, wie ich finde. Ich bin sehe mir solche Beschriftungen immer sehr neugierig an, um zu entziffern, was dort steht. Was mir besonderes gut gefallen hat, war ein Schwimmanzug auf dem in lebendiger Handschrift "undô" geschrieben war. Das bedeutet "Sport". Den lebendigen Sportschwimmanzug hatte eine sportliche Frau an, was ich sehr witzig fand. Was ich auch oft sehe sind tätowierte Kanji, zum Beispiel häufig bei Frauen "onna" (Weib). Einmal habe ich einen jungen Mann gesehen, der auf seinen Arm "hentai" (pervers / abnorm) tätowiert hatte. Ich habe ihn gefragt, ob er weiß, was das Zeichen bedeutet. Er wusste es und hat mir seinen Arm ganz stolz gezeigt. Da habe ich ihn wirklich niedlich gefunden.

Ja, ich bemerke langsam einen Japanboom in Deutschland. Und ich freue mich darüber, weil sich immer mehr Leute für Japan oder Fernost interessieren. Und wenn ich etwas über Japan gefragt werde, lerne ich auch selber Japan besser kennen .

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