TEXT von UCHIDA Yukiko
Einer meiner ersten Eindrücke in Deutschland war, dass hier viele Mercedes Benz herumfahren. Sogar LKWs, Taxis und Busse sind von Mercedes Benz! Und ich fand es sehr witzig, dass meine japanischen Freunde, die mich in Deutschland besuchten, die gleiche Beobachtung gemacht haben wie ich. Ja, bei uns in Japan gilt Mercedes Benz als ein sehr luxuriöses Auto. Wenn wir in Deutschland so viele Mercedes sehen, müssen wir als Kurzschluss denken, dass die Deutsche sehr reich sein müssen. Oder das eine Fahrt in einem Mercedes Taxi bestimmt sehr teuer ist. Für die Deutschen gilt Mercedes Benz zwar als ein "normaler" inländischer Wagen, aber auch hier als ein luxuriöses Auto. Dies alleine wahrscheinlich schon wegen seines Preises.
Ich habe einen Reiseführer durchgeblättert und dort zufällig erfahren, dass es in Stuttgart ein Porsche Museum und ein Mercedes Benz Museum gibt. Natürlich gilt auch Porsche - sowohl in Deutschland als auch in Japan - als ein Luxus-Auto. Zusammen mit einem "typischen" japanischen Freund - dem die Benz-Taxis in Deutschland gar nicht mehr aus dem Sinn gingen - bin ich nach Stuttgart gefahren, um mir das Mercedes Benz- Museum anzuschauen. Es war sehr neugierig darauf, ob es dort auch einen Mercedesmuseumsshop gibt, in dem man verschiedene Produkte mit dem Sternwarenzeichen kaufen kann.
Einen Besuch des Porsche- Museums schafften wir zeitlich nicht, weil das Museum nur bis 16 Uhr geöffnet ist. Es war bei unserem Eintreffen schon kurz vor 16 Uhr, zu spät also. Wir sind deswegen direkt zum Mercedes Benz- Museum weitergefahren, das immerhin bis 17 Uhr geöffnet hatte (Auf eine Besichtigung der Stadt haben wir wegen der Museen dann übrigens ganz verzichtet). Schon auf dem Weg zu dem Museum haben wir extrem viele Mercedes auf den Straßen fahren sehen. An der Mercedes Benz- Bushaltstelle wurden wir dann natürlich auch von einem Mercedes Benz- Bus abgeholt, der uns zum Museum fuhr.
Im Museum waren viele verschiedene Modelle der Sternmarke ausgestellt, von einem uralten Antik-Auto bis zu einem zukünftigen Modell. Ich glaube, dort kann sich jeder amüsieren. Wie ich sah, saßen auch viele alte Leute, Männer und Frauen, in dem Café des Museums. In dem Museum gab es auch eine Führung mit einem Tonband, die sogar auf Japanisch vorlag! Wir scheinen also nicht die einzigen Japaner gewesen zu sein, die jemals Interesse an einem Besuch in diesem Museum hatten. Ich fand es dort auch so schön, dass ich mir gleich einen Mercedes gekauft habe. Einen roten Mini- Mercedes im Museums-Shop.
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