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04_yukikos japan-tagebuch

woche 38: trip zum onsen-bad
 


TEXT von UCHIDA Yukiko


Japaner fahren gerne in die in ganz Japan verstreuten Badeorte, ich mache da keine Ausnahme. Wir baden natürlich auch zu Hause, aber es ist etwas ganz anderes, im Onsen zu baden. Im heißen Bad unter freiem Himmel, Rotenburo, kann man gerade zu dieser Jahreszeit gemütlich baden, weil der Kopf immer kühl bleibt. So ist das ganze sehr erfrischend, entspannend und die natürlichen heißen Mineralquellen haben so sogar noch eine heilende Wirkung. Sie sollen helfen bei Muskelverspannungen jeder Art, Empfindlichkeit gegen Kälte und bei rheumatischen Schmerzen.

Es macht zudem sehr viel Spaß, mit Freunden und Freundinnen zusammen zu baden und während man sich unterhält und zwischendurch ein Becherchen Japanische Sake zu trinken. Manche Bäder sind nach Geschlechtern getrennt, aber es gibt auch Privatbäder, in denen Pärchen zusammen (miteinander flirtend) baden gehen können. Unter Mond und Sternen in der Nacht oder bei Sonnenaufgang am Morgen zu baden, gehört zu den schönsten und romantischsten Dingen überhaupt. Japanisches FKK muss ich das nennen.

Ich bin am letzten Wochenende mit Freundinnen zu viert ins Gero-Onsen in der Präfektur Gifu gereist. Gero, wo ich nun zum ersten Mal war, soll eines der besten japanischen Onsen sein (die zwei anderen sind Kusatsu in der Präfektur Gunma und Arima in der Präfektur Hyôgo). Gleich nachdem wir in dem schönen, traditionellem japanischem Gasthaus (Ryokan), "Yunoshima-kan", ankamen, haben wir zum ersten Mal gebadet. Und nach dem Abendessen badeten wir zum zweiten Mal. Und zum dritten Mal badeten wir, nachdem wir ein Trinkgelage im Zimmer abgehalten hatten und zum vierten Mal dann gleich vor dem Schlafengehen. Am morgen, vor dem Frühstück, badeten wir dann zum letzten Mal. Wir haben insgesamt fünf Mal gebadet, aber waren damit noch nicht zufrieden! Es war wirklich das Paradies im Onsen. Wir könnten tausend mal dort baden gehen!

Noch ein Tipp für Reisende: Wir nahmen an einer Bustour teil und bevor wir in Gero ankamen, haben wir unterwegs ein kleines traditionelles Dorf, Tshumago-juku in der Präfektur Nagano besucht, wo ich nun auch zum erstes Mal war. Sehr schön und man fühlt sich so, als sei man in die Edo Zeit zurückversetzt worden.



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