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04_yukikos japan-tagebuch

woche 41: ruhestand in der natur
 


TEXT von UCHIDA Yukiko


   

Yukiko mit zwei Samurai vor Schloss Kumamoto
Bild: © UCHIDA Yukiko
Meine Eltern sind im September diesen Jahres in die Südpräfektur Kumamoto auf Kyûshû gezogen, um dort ihren Lebensabend zu verbringen. Obwohl man sie eigentlich darum beneiden sollte und einige Leute dies bestimmt auch tun, da sie dort schön und ruhig wohnen, kommt es mir sehr ungelegen, da ich sie nun nicht mehr so leicht besuchen fahren kann.

Nun, meine Eltern kommen beide aus der Nagasaki Präfektur, welche in der Nähe der Kumomoto- Präfektur liegt. Ich bin mir sicher, dass sie sich dort in ihrer Heimat sehr, sehr wohl fühlen. Und sie brauchen sich um ihre alten Eltern keine so großen Sorgen mehr zu machen, die sie jetzt gleich in der Nähe wohnen. Für mich ist es aber unpraktisch, da ich selber definitiv nicht vorhabe, in der fernen Provinz zu leben, wenn ich einmal so alt bin wie meine Eltern jetzt und ich mich um sie sorgen werde.

   

Schloß Kumamoto in Kumamoto-City
Bild: © UCHIDA Yukiko
Am letzten Wochenende sind meine Schwester und ich endlich einmal nach Kumamoto geflogen, nachdem unsere Eltern uns schon mehrfach eingeladen hatten. Sie wollten uns so schnell wie möglich ihr schönes, neues Leben zeigen.

Ihr neues Haus liegt direkt am Fuß des aktiven Vulkans Aso, der auch einen der größten Krater des Gebiets hat. Auch rundherum ist die Natur großartig. Ihr Zuhause heizen meine Eltern sehr gerne mit einem traditionell europäischen Ofen, für den sie mit viel Freude im Garten Holz hacken. Als ich sah, wie sehr sie ihr Leben dort genießen, habe ich mich sehr für sie gefreut. Und: Sie können sogar Zuhause in heißen Mineralquellen (onsen) baden. Toll! Auch wenn die Entfernung sehr unpraktisch für mich ist, da man extra fliegen muss, um nach Aso zu kommen, so dauerte die Strecke von Tôkyô aber wenigstens nur zwei Stunden. Das ganze ist also dann doch gar nicht mal so schlecht…



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